KI-Abend: Chatten mit KI & Algorithmen – Wenn KI zum Beziehungsfall wird
Datum:02.12.2026 / 18:00 bis 19:30 Uhr
Ein Abend über Liebeskummer, Coaching-Bots und die Frage, was uns als Menschen ausmacht.
Ob als smarter Alltagsassistent, virtueller Coach oder treuer Begleiter, der immer Zeit hat: Künstliche Intelligenz zieht leise, aber tief in unsere emotionalen und sozialen Beziehungen ein. Die KI-Chatbots widersprechen nicht, sind rund um die Uhr erreichbar und schenken stets Zuspruch. Doch was macht diese Form der Interaktion mit unseren echten menschlichen Beziehungen?
In entspannter Atmosphäre widmen wir uns aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen, Chancen und Risiken rund um Conversational AI und digitale Wegbegleiter.
Im Fokus stehen Fragen wie:
- Was machen Gespräche mit KI-Systemen mit unserem Verständnis von Freundschaft und Partnerschaft?
- Verlieren wir durch fehlerfreie digitale Zuhörer schleichend die Toleranz für die Macken und Konflikte realer Mitmenschen?
- Wo helfen Chatbots in schwierigen Lebenslagen – und wo beginnt die emotionale Abhängigkeit?
- Was macht uns als Menschen im Zeitalter sympathischer Algorithmen unverwechselbar aus?
Der Abend ordnet technische Entwicklungen kritisch in philosophische und gesellschaftliche Zusammenhänge ein. Anstelle vorgefertigter Antworten liefert Technikphilosoph Christoph Hubatschke aus der Forschungsgruppe HCI (Human-Computer-Interaction) an der IT:U spannende Denkanstöße.
Nach dem Impuls starten wir in einen kurzen Blitz-Austausch mit euren Sitznachbar:innen und schärfen die Fragen für die anschließende, gemeinsame Diskussion.
Danach gibt es noch Gelegenheit zum informellen Austausch im persönlichen Gespräch. Darüber hinaus können diverse digitale Technologien wie VR-Brille, Roboterhund oder die AR-Sandkiste ausprobiert werden.
Noch ein Lesetipp dazu: Ende September veröffentlicht die MIT Soziologin und Bestseller Autorin Sherry Turkle ein neues Buch passend zum Thema: „Artificial Intimacy: Who We Become When We Talk to Machines“
Zur Person / Zur Forschung:
Dr. Christoph Hubatschke ist Technikphilosoph und postdoc researcher in der Forschungsgruppe Human-Centered AI / HCI an der IT:U. Er befasst sich an den Schnittstellen von Philosophie, Ethik und künstlerischer Forschung mit den gesellschaftlichen Auswirkungen Künstlicher Intelligenz. Sein Forschungsschwerpunkt liegt darauf, wie KI-Systeme unser Menschsein, unsere zwischenmenschlichen Beziehungen und unsere Gesellschaften verändern.