Theaterzauber am Turm 20
Veröffentlicht am 30.06.2026
Bühne frei für einen besonderen Ort 💞
Manchmal braucht es nur einen Spaziergang, um etwas Großes ins Rollen zu bringen. So begann auch die Geschichte des Turm 20. Als David Jentgens und seine Wegbegleiter*innen am historischen Wehrturm am Pöstlingberg vorbeikamen, war die Begeisterung sofort da. „Wir sind am Turm 20 vorbeigekommen und haben uns verliebt in den Turm“, erzählt der Vereinsobmann und Regisseur.
Aus dieser Begegnung entstand der Theater- und Kulturverein Turm 20 – und die Vision, den denkmalgeschützten Wehrturm aus seinem Dornröschenschlaf zu wecken. Seit 2021 wird der besondere Ort Schritt für Schritt in eine Freiluftbühne verwandelt. Heute bietet der Turm Platz für etwa 150 Besucher*innen und begeistert mit einer Atmosphäre, die an ein Theater im Grünen erinnert: nah an den Schauspieler*innen, mitten in der Natur und doch nur wenige Minuten vom Linzer Stadtzentrum entfernt.
Theater verbindet 🎭
Der Turm 20 ist längst mehr als eine außergewöhnliche Bühne. Hier treffen Kunst, Natur und Menschen aufeinander. Der Verein verfolgt das Ziel, Theater möglichst vielen Menschen zugänglich zu machen und setzt auf künstlerische Qualität, gesellschaftliche Relevanz und Offenheit. Auf der Bühne stehen lokale Laiendarsteller*innen, junge Talente und internationale Schauspieler*innen gemeinsam im Rampenlicht – eine Mischung, die den Produktionen ihren besonderen Charakter verleiht.
David Jentgens bringt dafür internationale Erfahrung mit. Nach seiner Kindheit in den Niederlanden, einem Theaterstudium in London und vielen Jahren in Italien kam er vor neun Jahren nach Linz. Heute bezeichnet er sich als stolzen Linzer und Urfahraner. Neben seiner Arbeit bei der Ars Electronica widmet er sich mit großer Leidenschaft dem Turm 20.
Was ihn an diesem Ort besonders fasziniert? Vor allem die Begegnungen zwischen Publikum und Ensemble. Das Zusammenkommen der Menschen im Turm sei jedes Mal aufs Neue magisch. Gleichzeitig freut er sich über jeden sichtbaren Entwicklungsschritt – von der ersten beleuchteten Lichterkette bis hin zu einem Kulturort, der Jahr für Jahr weiter wächst.
Ein Sommer voller Theatermomente ☀️
Wer den Turm 20 besucht, darf sich auf Theater unter freiem Himmel in besonderer Kulisse freuen. Nach dem großen Erfolg im vergangenen Sommer kehrt „Romeo & Julia“ von 1. bis 18. Juli zurück. Regisseur David Jentgens bringt Shakespeares berühmte Liebesgeschichte gemeinsam mit einem internationalen Ensemble auf die Bühne. Zwischen historischem Gemäuer und sommerlicher Abendstimmung entfaltet die Erzählung über Liebe, Konflikt und Versöhnung ihre ganz eigene Wirkung.
Auch Familien kommen auf ihre Kosten. Mit „Rotkäppchen“ zieht von 23. bis 27. Juli ein echter Märchenklassiker am Turm 20 ein. Das Stück lädt Kinder ab vier Jahren und ihre Begleitpersonen zu einer spannenden Reise durch den Wald ein und sorgt für einen unterhaltsamen Theaternachmittag unter freiem Himmel.
Dass der Verein mit seinen Produktionen den richtigen Weg eingeschlagen hat, zeigt auch ein Blick zurück: Mit Inszenierungen wie „Viel Lärm um Nichts“, „Die Möwe“, „Ein Sommernachtstraum“ oder „Ronja Räubertochter“ hat sich der Turm 20 als fixer Bestandteil der freien Kulturszene etabliert. Darüber hinaus engagiert sich der Verein als Kulturplattform, arbeitet mit Partner*innen wie der Ars Electronica zusammen und schafft einen Begegnungsraum für Menschen unterschiedlichster Hintergründe.
Kulturgenuss über den Dächern von Linz 🥰
Für die Zukunft wünscht sich David Jentgens vor allem gesundes Wachstum. Nach unzähligen Stunden ehrenamtlicher Arbeit soll der Turm 20 weiter behutsam wachsen – mit neuen Ideen, vielen Besucher*innen und einer neuen Tribüne als nächstem großen Ziel.
Wenn ihr einen lauen Sommerabend einmal anders verbringen möchtet, solltet Ihr den Turm 20 unbedingt kennenlernen. Vom Parkplatz beim Petrinum erreicht Ihr die Freiluftbühne in rund elf Gehminuten, an den Theaterabenden bringt euch bis 19:30 Uhr auch ein Shuttle-Service zum Spielort. Die Vorstellungen finden bei jeder Witterung statt – passendes Schuhwerk und wetterfeste Kleidung sind daher empfehlenswert.
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