Residenz Verlag im StifterHaus
Datum:24.09.2026 / 19:30 bis 21:00 Uhr
Verlagspräsentation
Residenz Verlag
KATHARINA BRASCHEL: Heim holen. Roman
VLADIMIR VERTLIB: Der Jude der Kaiserin. Roman
Moderation: CLAUDIA ROMEDER
KATHERINA BRASCHEL, geboren 1992 in Salzburg, Studium der Theater-, Film- und Medienwissenschaft an der Universität Wien, lebt und arbeitet als freie Schriftstellerin in Wien. Katherina Braschel ist zudem Kulturveranstalterin, Redaktionsmitglied zweier Literaturzeitschriften und gibt Schreibworkshops. 2024 war sie Writer-in-Residence der Max Kade Foundation an der Bowling Green State University in Ohio/USA. Trägerin zahlreicher Preise u. a. Förderpreis der Rauriser Literaturtage 2019, WORTMELDUNGEN-Förderpreis 2019 und den Limburg-Preis 2022. Zuletzt veröffentlicht: „es fehlt viel“, 2020. „Heim holen“ ist ihr erster Roman.
Zum Buch: Aufgewachsen ist Lina, ein Kind der 1990er, in einer Welt, die aus der Zeit gefallen scheint: in einer donauschwäbischen Gemeinschaft, die sich nach Vertreibung und Flucht in Salzburg angesiedelt und ihr traditionelles Leben nach 1945 dort fortgesetzt hat. Als Lina eines Abends von der SS-Mitgliedschaft ihres Großvaters erfährt, beginnt sie, nach Antworten jenseits der großen Opfererzählung zu suchen. Zerrissen zwischen der Liebe zu ihren verstorbenen Großeltern und ihrer eigenen Politisierung, will sie erstmals das Schweigen brechen. (Verlagstext)
VLADIMIR VERTLIB, geboren 1966 in Leningrad. 1971 emigrierte die Familie nach Israel, dann nach Italien, Holland und die USA, bevor sie sich 1981 in Österreich niederließ. Er lebt seit 1993 als Schriftsteller in Salzburg und Wien. Sein Werk umfasst Romane, Erzählungen, Essays sowie zahlreiche Artikel. U. a. Träger des Theodor-Kramer-Preises 2024 und des Buchpreises der Salzburger Wirtschaft 2025. Zuletzt veröffentlicht: „Juden sind auch nicht anders“, Essays, 2025; „Die Heimreise“, 2024; „Zebra im Krieg“, 2022.
Zum Buch: Wien um 1670: Barocke Herrlichkeit und bittere Armut prägen die Stadt. Kaiser Leopold I. leidet nicht nur unter Geldmangel für seine Feldzüge, er braucht auch dringend einen Thronfolger. Nur Leibarzt Pedro de Rojas kann der verzweifelten Kaiserin Margarita Teresa helfen. Der jedoch hat ein gefährliches Geheimnis: Er ist ein spanischer Converso, ein konvertierter Jude, der seinen Glauben im Geheimen praktiziert. Die katholische Kaiserin will die Juden aus der Stadt vertreiben, sie hält sie für die Ursache allen Übels. Wird es Don Pedro und seiner Geliebten, der Hebamme Esther, gelingen, das zu verhindern? (Verlagstext)
CLAUDIA ROMEDER, geboren 1969 in Wien, Studium der Vergleichenden Literaturwissenschaft und Hispanistik. Sie war u. a. Dramaturgin am Schauspielhaus Graz und am Burgtheater Wien; Leitung Residenz Verlag.