Giordano Bruno

Ein Märtyrer der Wissenschaft?

Im Januar 1548 wurde Giordano Bruno geboren. Die Hinrichtung am Campo de' Fiori in Rom machte ihn unsterblich. Obwohl seine Methodik wenig mit moderner Wissenschaft zu tun hatte, führte sie in der Kosmologie teilweise zu Erkenntnissen, die wir heute als gesichert oder wahrscheinlich erachten. Bruno sprach bereits im 16. Jh. von einem Universum ohne Grenzen, in dem jeder Beobachter bloß den Eindruck hätte, im Mittelpunkt zu weilen. Er sagte die Existenz weiterer Planeten im Orbit um unsere Sonne voraus. Er entlarvte die Fixsterne als ferne Sonnen und stattete diese ebenfalls mit Planeten aus. Für ihn war ein Teil dieser anderen Welten bewohnt. Auf manchen, so meinte er, könnte sogar "etwas besseres" als die Menschheit existieren - was für eine Beleidigung! Bruno war ein früher Anhänger der kopernikanischen Lehre, überwand deren Grenzen aber in radikalster Weise.

Warum inhaftierte man ihn in Venedig, warum machte man ihm in Rom den Prozess?

Ging es dabei wirklich um seine Naturphilosophie oder nicht vielmehr um seine religiöse Anschauung?

Was war an diesem Unendlichkeitsphilosophen so gefährlich, dass man seinem Leben schließlich ein gewaltsames Ende bereitete?

Und warum bestrafte man Bruno so viel härter als 33 Jahre später Galileo Galilei?

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Datenquelle: basemap.at

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