Eine Posthumane Geschichte

Pat To Yan. Theaterstück.
 

Frank ist ein unschlagbarer Gamer. Auch das Militär erkennt sein Talent und macht ihm deswegen ein lukratives Angebot: Er soll fortan mittels Drohne andere Länder bombardieren – und zwar ganz bequem, aus dem Home-Office. Auf diese Weise lassen sich auch Familie und Berufsleben viel besser miteinander vereinbaren. Frank stimmt zu. Doch sein Handeln hat Konsequenzen – denn er zieht damit einen kantonesischen Fluch auf sich, der bewirkt, dass sein Sohn Anders ohne Hintern zur Welt kommt. Dank medizinischer Errungenschaften erhält das Kind einen Cyberpo. Die große Überraschung ist, dass dieser wie ein optimiertes, hochdigitalisiertes Hirn funktioniert. Doch so rasant, wie Anders’ Intelligenz wächst, altert er auch. Ist er, der Cyborg, die Zukunft der menschlichen Evolution?
 

Pat To Yan, 1975 in Hongkong geboren, ist Dramatiker und Theaterregisseur. Sein Stück Eine kurze Chronik des künftigen Chinas war 2016 als erstes chinesisches Stück überhaupt zum Stückemarkt des Berliner Theatertreffens eingeladen. Es bildet den Auftakt seiner Trilogie Posthuman Journey, in der er erforscht, was Menschsein in der Zukunft bedeuten könnte. Eine posthumane Geschichte ist der zweite Teil dieser Serie. Virtuos verwebt Pat To Yan darin die Traditionen des Magischen Realismus und der chinesischen Literatur mit Elementen des Buddhismus und ethischen Fragen nach einem Leben mit Künstlicher Intelligenz.

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Datenquelle: basemap.at

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