Nathan Gray & The Iron Roses, Clowns, Joe McMahon

Datum:29.11.2022 / 20:00 Uhr

Auf seinem dritten Soloalbum "Rebel Songs" klingt der Frontman der US-Post-Hardcore-/Emo-Legende Boysetsfire so aufrüttelnd politisch wie seit den ersten Platten seiner Band nicht mehr. Er ballt die Faust und öffnet gleichzeitig die Arme für die Ungehörten und Verletzlichen dieser Welt, wohl wissend, dass kein Protest ohne die Menschen dahinter auskommt.

"Rebel Songs" verwandelt diese Erkenntnis in zwölf Tracks voller Wandelbarkeit, die nicht nur durch ihren textlichen Charakter eine Aufbruchsstimmung verbreiten, sondern auch durch die Mitwirkung zahlreicher Gäste ein Wir-Gefühl stärker denn je vermitteln - allen voran im Titeltrack, bei dem Tim McIlrath von Rise Against mitwirkt. Gray flechtet zudem weitere spannende Kollaborateure auf einer Platte ein, die immer wieder für den Sänger ungewöhnlich zackige Einflüsse von Ur-Punk-Heroen wie The Clash oder Heartland-Rock im Stile von The Hold Steady aufkommen lassen und dabei gleichzeitig viele neue Experimente ganz abseits jeglicher liebgewonnener Strukturen wagt.

Trotz vieler Neuansätze und Experimente spürt man bei Nathan Gray und seiner so kompakten wie vielseitigen Begleitband The Iron Roses immer noch die tiefe Verwurzelung im Punk. Er bezieht aber auch seine ganz persönlichen Gefühle von Solidarität und Zusammenhalt in die Gleichung mit ein und schafft so einen Spannungsbogen von seinen eigenen inneren Kämpfen zur aktuellen Weltlage. "Ich will daran erinnern, dass in uns allen noch Kampf steckt, und dass die Menschen die Maschine antreiben können", reflektiert Gray. "Gemeinschaft ist kraftvoller als alles andere. 
Clowns aus Melbourne sind alles andere als Konformisten. 2010 startete der Fünfer mehr oder weniger als in die Fresse drängender Hardcore-Punk-Act, über die Jahre entwickelte die Formation ihren Sound aber immer gerade so, wie es ihnen im Moment am meisten Spaß machte. Laut muss es nach wie vor sein, aber heute gerne auch nuancierter und facettenreicher. In diese Kerbe schlägt auch das bislang letzte - und schärfste - Album "Nature/Nurture", auf dem die Band abrupt von rasendem Punk zu psychedelisch gefärbtem Rock und zurück mäandert.

Ihr exzessiv-zappeliger Live-Sound und eine brutale Energie, die die Jungs um Sänger Stevie Williams Show für Show freilegen, machte Clowns nicht nur down under, wo sie u.a. die Foo Fighters supporteten, bekannt, sondern auch im Rest der Welt. Speziell in Europa ist die Band regelmäßig on Tour und föhnt dem Publikum mit ihrer Wucht sowohl auf großen Festivals wie dem Wacken als auch in intimeren Clubs schön die Falten aus der Hose.
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Datenquelle: basemap.at

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