Klassische Klangwolke 20

Brucknerfest 2020

BRAHMS-/BRUCKNER-ZYKLUS II

Johannes Brahms’ 4. Sinfonie und Anton Bruckners 7. Sinfonie wurden am 17. Jänner bzw. am 21. März 1886 von den Wiener Philharmonikern unter dem Dirigat von Hans Richter zur Wiener Premiere gebracht. Brahms erzielte mit seiner heute allgemein als Meisterwerk bewunderten Sinfonie, die seine letzte bleiben sollte, allenfalls einen Achtungserfolg, und selbst sein treuer Kritiker-Freund Eduard Hanslick tat sich zunächst ungewohnt schwer mit dem Werk, dem er „ans Herbe streifende[n] Frost“ attestierte. Noch nach einer Aufführung am 2. Jänner 1887 konnte Bruckner nicht ohne Genugtuung vermelden: „4. Sinf. v. Brahms gestern gräßlich durchgefallen.“

Bruckner dagegen brachte sein immerhin schon neuntes sinfonisches Werk endlich den Durchbruch zum international anerkannten Komponisten. Der Erfolg der Sinfonie, den auch Hanslicks abschätzige Bemerkung, sie sei eine „symphonische Riesenschlange“, nicht schmälern konnte, machte ihn zur musikalischen Ikone der „Neudeutschen“, die sein Schaffen „zum sinfonischen Gegenentwurf von Brahms“ (v-)erklärten. Dies geschah nicht zufällig erst nach Wagners Tod, dessen Andenken Bruckner das Adagio der ‚Siebten‘ als „Trauermusik“ widmete.

 

BESETZUNG

Tonkünstler-Orchester Niederösterreich
Hans Graf
| Dirigent

 

PROGRAMM

Johannes Brahms (1833–1897)
Sinfonie Nr. 4 e-moll, op. 98 (1884–85)

– Pause –

Anton Bruckner (1824–1896)
Sinfonie Nr. 7 E-Dur, WAB 107 (1881–83

Veranstaltungsort

Brucknerhaus Linz, Großer Saal
Untere Donaulände 7

Preise & Tickets

Einheitspreis: 5,00 EUR

Gegen Nachweis erhalten Personen bis zum 26. Lebensjahr, Aktivpass-InhaberInnen und Menschen mit Beeinträchtigung freien Eintritt.

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Datenquelle: basemap.at

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