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Quintessenz und Hundstage – Der Himmel der Antike

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Quintessenz und Hundstage – Der Himmel der Antike

Dr. Christian Pinter, Wien

am 18.11.2019, 19:30 Uhr

Veranstaltungsort

Wissensturm
Kärntnerstraße 26
4020 Linz
Link öffnet in neuem Fenster http://www.wissensturm.at
Link öffnet in neuem Fenster Stadtplan

Beschreibung

Der Tierkreis stammt aus Mesopotamien. Die Priesterastronomen des Zweistromlands ersannen ihn, um die Bewegung der Wandelgestirne abzustecken. Denn im Lauf von Sonne, Mond und Planeten offenbarte sich der Wille der Götter – was vermeintlich den Blick in die Zukunft erlaubte. Diese Fiktion blieb der Antrieb für die Himmelsbeobachtung; über den räumlichen Aufbau des Universums machten sich die Babylonier kaum Gedanken. Dennoch legten sie wichtige Fundamente der Astronomie. Auch unsere Uhren ticken gewissermaßen nach ihrem Zahlensystem.
Die Griechen übernahmen etliche babylonische Sternbilder, umrankten sie aber mit eigenen Mythen. Aus sorgfältigen Beobachtungen schlossen sie: Die Erde muss im Mittelpunkt des Kosmos ruhen, umringt von den Sphären der Wandelgestirne und jener der Fixsterne. Die Himmelslichter bestanden mutmaßlich aus einem exklusiven fünften Element (lateinisch: quinta essentia) und durften sich im Raum deshalb nur mit konstantem Schritt bewegen. Das im Ansatz falsche Modell war mit dem tatsächlich beobachteten Lauf der Wandelgestirne am Himmel schwer in Einklang zu bringen. Daher wurde Kunstkniff um Kunstkniff nötig. Griechische Gelehrte wiesen aber auch die Kugelgestalt der Erde nach und vermaßen deren Umfang.
Die Römer setzten Maßstäbe im Kalenderwesen. Sie entkoppelten die Monate vom Mondlauf. Schaltmonate wurden überflüssig, Schalttage genügten. Jeder Tag war einem anderen Wandelgestirn gewidmet, woran die Bezeichnungen der Wochentage erinnern. Die Namen unserer Monate und der Begriff „Hundstage“ gehen ebenfalls aufs Konto der Römer.


Dr. Christian Pinter (60) ist Wissenschaftsjournalist mit besonderer Vorliebe für die Geschichte der Astronomie – wie auch sein Buch „Helden des Himmels“ belegt
Der Poseidon-Tempel am Kap Sounion, Griechenland

Preiskategorie

Eintritt frei!

Freiwillige Spenden erbeten.

VeranstalterIn

interner Link Alle Termine dieser VeranstalterIn Kepler Sternwarte Linz
Sternwarteweg 5
4020 Linz
Tel: +43 680 120 48 49
E-Mail: info@sternwarte.at
Web: Link öffnet in neuem Fenster http://www.sternwarte.at

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Quelle: