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Amateur-Radioastronomie: Messung von Sonne, Mond, Galaxien und Pulsaren

Vortrag von OStR. Dipl,-Ing. Johannes Fasching, HTL-Braunau

am 08.04.2019, 19:30 Uhr

Veranstaltungsort

Wissensturm
15. Obergeschoß, Veranstaltungssaal
Kärntnerstraße 26
4020 Linz
Link öffnet in neuem Fenster http://www.linz.at/vhs
Link öffnet in neuem Fenster Stadtplan

Beschreibung

Seit nunmehr 35 Jahren beschäftigt sich der Referent im Rahmen des Amateurfunks mit Erde-Mond-Erde Ausbreitung. Dabei wird der Mond als passiven Reflektor für Funksignale auf VHF, UHF und SHF genutzt, um rund um den Globus Verbindungen tätigen zu können. In diesem Fall ist eine relativ große Antennen notwendig und ein in allen Belangen optimierte Systeme, da die Signale relativ schwach sind. Trotzdem ist mit guten Anlagen sogar Sprechfunk möglich. Zur Überprüfung des Empfängers ist es gängige Praxis, das thermische Rauschen der Sonne, des Mondes und auch die Strahlung von Radiogalaxien zu messen. Dadurch sind auch Vergleichsmöglichkeiten mit anderen Stationen möglich.
In gewissem Sinn ist das auch ein Einstieg in die Radioastronomie. Einer der Vorteile ferne Objekte im Radiowellenbereich und nicht im optischen Bereich zu beobachten ist die Durchlässigkeit von Wolken für Radiowellen. Das Tageslicht stört auch nicht, und manche Objekte geben im Radiowellenbereich mehr Strahlung ab.
Stärkste Quelle ist wie im optischen Bereich die Sonne, deren Strahlung ist bereits mit relativ kleinen Antennen festzustellen. Interessant ist dabei die Beobachtung der Schwankungen während eines 11 Jahre dauernden Zyklus.
Als Strahlungsreferenz sind Radioglaxien wegen der vernachlässigbaren Schwankungen geeigneter.
Die Radiostrahlung des Mondes zu messen stellt schon eine gewisse Herausforderung dar, da sie z.Bsp. auf 1.3GHz nur 1/1000 der Sonnenstrahlung beträgt.
Noch um eine Größenordnung schwieriger ist der Empfang von Pulsaren, das sind Neutronensterne deren Rotationsachse und Magnetfeldachse in der Richtung abweichen, und die deshalb im Radiowellenbereich eine gebündelte Synchrotronstrahlung ähnlich einem Leuchtturm aussenden. Liegt zufällig die Erde auf dem Ausbreitungsweg, kann entsprechend der Rotationsfrequenz des Pulsars die Impulse gemessen werden. Trotzdem die Strahlung extrem stark ist, kommt wegen der großen Entfernung von mehreren tausend Lichtjahren auch vom stärksten Pulsar nur mehr so wenig auf der Erde an, wie wenn auf dem Mond eine Kerze anzünden wird, die optisch beobachtet wird. Professionell werden Pulsare mit Radioteleskopen mit Durchmessern von mindestens 25m beobachtet, der erste wurde auch erst vor ca. 50 Jahren eher zufällig entdeckt.
Jedoch auch mit amateurmäßigen Mitteln ist es möglich (siehe Bild der Antenne des Referenten) mit einem Parabolspiegel mit 7.3m Durchmesser, zum Erfolg kommen, wenn  ähnlich einer Langzeitbelichtung von Fotos den Pulsar über mehrere Stunden aufgenommen, und danach die Datei mit spezieller Software analysiert wird. So ist es dem Referenten gelungen immerhin 54 von den ca. 2000 derzeit bekannten Pulsaren zu detektieren.

Preiskategorie

Eintritt frei!

Um Spenden wird gebeten.

VeranstalterIn

interner Link Alle Termine dieser VeranstalterIn Kepler Sternwarte Linz
Sternwarteweg 5
4020 Linz
Tel: +43 680 120 48 49
E-Mail: info@sternwarte.at
Web: Link öffnet in neuem Fenster http://www.sternwarte.at

Links

Link öffnet in neuem Fenster Webseite der Linzer Astronomischen Gemeinschaft
Link öffnet in neuem Fenster Informationen zur Veranstaltung in der VHS

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Quelle: